H11 – Wolfgang Heuwinkel

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Baumeinpflanzung in Zellstoff-Block

2011
Privatbesitz

Standort: Haus Staade Innenhof, Lüghauser Str. 16

Seit Mitte der 80er Jahre beschäftigt sich Heuwinkel verstärkt mit dem Basismaterial der Papierherstellung: Zellstoff. Heuwinkel ist das Material Pulp/Zellstoff aufgrund seines einstigen Arbeitsumfeldes der Papierfabrik Zanders in Bergisch Gladbach vertraut. Er sieht in den schweren und harten Faserplatten und dem mit Wasser und Chemikalien zersetzten Faserbrei nicht nur Zwischenprodukte der Papierherstellung, sondern wählt sie von nun an als Material für künstlerische Experimente.
Die Baumeinpflanzungen stehen als eigenständige „Skulpturen“ sowohl im städtischen Raum – zum Beispiel im Umfeld des Leopold-Hoesch-Museums in Düren – sowie in Parks und Gartenanlagen. Auf den ersten Blick erscheint der schwere Zellstoffblock, der aus vielen Lagen fast quadratischer Zellstoffplatten besteht, wie ein traditioneller Sockel für den kleinen Nadelbaum. Erst auf den zweiten Blick erkennt man die vom Künstler initiierte Symbiose von Baum und Zellstoffsockel: Der Baum wächst in dem Zellstoffblock. Es ist voraus zu sehen, dass das Material Zellstoff mehr und mehr zerfallen und sich irgendwann in den natürlichen Kreislauf der Natur wieder eingliedert wird. Mit dem hier künstlerisch neu abgesteckten Terrain berührt Heuwinkel nicht nur Fragen der Ökologie, sondern stellt sich auch einer für die jetzige Gesellschaft wichtigen ethischen Debatte, in der unser Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen verhandelt wird.

Quelle: Eva Degenhardt, www.haus-staade.de/kunst_heuwinkel.html

 

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Wolfgang Heuwinkel

51465 Bergisch Gladbach
[email protected]
02202-32567
www.w-heuwinkel.de

 

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